Digitale Souveränität im Fachunterricht: Warum wir auf Freie Software statt Adobe setzen sollten
In letzter Zeit mache ich mir zunehmend Gedanken darüber, welche Werkzeuge und Software-Ökosysteme wir unseren SchülerInnen im Fachunterricht (wie Informatik oder Gestaltungs- und Medientechnik) eigentlich vorgeben und welche langfristigen Konsequenzen das hat.
Wir haben uns als Schule aus guten Gründen längst für digitale Souveränität entschieden: Mit linuxmuster, LibreOffice, Moodle, SOGo oder unserer eigenen Opencloud beweisen wir täglich, dass wir unabhängig von den Monopolen großer Tech-Konzerne exzellent arbeiten können. Wir behalten unsere Datenhoheit und schützen die Privatsphäre der Schulgemeinschaft. Doch sobald es in die spezifische Fachpraxis geht, sei es Vektorgrafik oder CAD, droht plötzlich ein massiver konzeptioneller Systembruch: Der Ruf nach dem "Industriestandard", nach Adobe oder Autodesk, wird laut.
Warum dieser Rückschritt in die Abhängigkeit proprietärer US-Clouds pädagogisch, ethisch und technisch der falsche Weg ist, möchte ich hier ausführen – ganz konkret am Beispiel der Debatte Inkscape vs. Adobe Illustrator.